Gemeinde
Erkennt und bestätigt die Berufung, ermöglicht den praktischen Dienst und begleitet den gesamten Ordinationsweg.
Kapitel 1
Jeder geistliche Dienst beginnt mit einer Berufung.
Gott beruft auch heute Menschen in unterschiedliche geistliche Dienste – als Pastorinnen und Pastoren, Gemeindegründer, Leiterinnen und Leiter in verschiedenen Arbeitsbereichen oder für andere verantwortungsvolle Aufgaben in Gottes Gemeinde.
Eine Berufung ist dabei weit mehr als der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen. Sie wächst im persönlichen Glauben, wird im Dienst sichtbar und von der lokalen Gemeinde erkannt und bestätigt.
Unser Verständnis
Der Bund Pfingstlicher Freikirchen versteht diese Ausbildung deshalb nicht als Voraussetzung für eine Berufung, sondern als Begleitung auf diesem Weg.
Gemeinsam mit deiner lokalen Ortsgemeinde möchten wir dich fördern, deine Gaben zur Entfaltung bringen und dich auf einen verantwortungsvollen geistlichen Dienst vorbereiten. Dabei geht es nicht nur um theologisches Wissen, sondern ebenso um geistliche Reife, persönliche Entwicklung und praktische Erfahrung.
Der Ordinationsweg verbindet all diese Bereiche zu einem ganzheitlichen Ausbildungsprozess.
Nicht möglichst schnell ans Ziel zu kommen, steht dabei im Mittelpunkt, sondern Menschen nachhaltig für den geistlichen Dienst auszurüsten.
Unsere Überzeugung
Gott beruft Menschen.
Die Ortsgemeinde erkennt und bestätigt diese Berufung.
Der Bund begleitet den Ausbildungsweg.
Die Ordination bestätigt den geistlichen Dienst.
Auf einen Blick
Der Ordinationsweg begleitet dich Schritt für Schritt – von der Berufung bis zum geistlichen Dienst.
Wie der BPF Berufung versteht und warum der Ordinationsweg ein gemeinsamer Entwicklungsprozess ist.
02Ein Überblick über den gesamten Weg – von der Berufung bis zur Ordination.
03Warum der Ordinationsweg in der Gemeinde beginnt und dort seinen wichtigsten Ausbildungsort hat.
04Die Aufgaben von Gemeinde, Mentor, Bildungsverantwortlichen und Bund.
05Der offizielle Einstieg in deinen persönlichen Ordinationsweg.
06Wie theologische Ausbildung, Praxis und Mentoring gemeinsam deine Entwicklung fördern.
07Anerkannte Ausbildungsstätten, Ausbildungsinhalte und Anrechnung absolvierter Ausbildungen.
08Der letzte fachliche Schritt vor der Ordination.
09Der feierliche Abschluss des Ordinationsweges – und der Beginn eines neuen Dienstabschnittes.
10Wie du den Ordinationsweg beginnen kannst und wer dich dabei begleitet.
11Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Ordinationsweg.
12Alle wichtigen Dokumente, Formulare und Unterlagen auf einen Blick.
Kapitel 2
Der Weg in den geistlichen Dienst ist so individuell wie die Menschen, die ihn gehen. Gleichzeitig folgt er einem klaren und bewährten Rahmen.
Der Ordinationsweg verbindet persönliche Entwicklung, praktische Erfahrung und theologische Ausbildung zu einem ganzheitlichen Ausbildungsprozess. Gemeinsam mit der lokalen Ortsgemeinde, einem persönlichen Mentor und den Bildungsverantwortlichen des Bundes wachsen zukünftige Leiterinnen und Leiter Schritt für Schritt in ihre Berufung hinein.
Eine Berufung wächst im persönlichen Glauben und wird im Dienst sichtbar.
Die lokale Ortsgemeinde erkennt und bestätigt den Ruf in den geistlichen Dienst.
Gemeinde, Mentor und Bildungsverantwortliche klären den persönlichen Ausbildungsweg.
Nach Abschluss aller Ausbildungsbestandteile erfolgt die Freigabe zur Ordinationsarbeit.
Der BPF bestätigt den geistlichen Dienst und eröffnet damit einen neuen Dienstabschnitt.
Während des Ordinationsweges finden die theologische Ausbildung, die praktische Ausbildung in der Gemeinde und das persönliche Mentoring parallel statt. Alle drei Bereiche müssen erfolgreich abgeschlossen sein, bevor die Freigabe zur Ordinationsarbeit erfolgen kann.
Kapitel 3
Der Ordinationsweg beginnt nicht in einem Seminarraum. Er beginnt dort, wo Gott Menschen in seinen Dienst ruft: in der lokalen Ortsgemeinde.
Hier werden Berufungen sichtbar. Hier übernehmen zukünftige Leiterinnen und Leiter erste Verantwortung. Hier wachsen Gottvertrauen, Charakter nach dem Ebenbild Jesu und geistliche Reife.
Die Gemeinde erkennt Berufungen, bestätigt sie und begleitet Menschen auf ihrem Weg in den geistlichen Dienst. Sie schafft Raum für praktische Erfahrungen, ermöglicht Wachstum der Persönlichkeit wie auch im Glauben und unterstützt die Entwicklung zukünftiger Leiterinnen und Leiter.
Die theologische Ausbildung ergänzt diesen Weg – sie ersetzt ihn nicht.
Hier beginnt der Ordinationsweg.
Der Ordinationsweg ist kein Einzelprojekt. Gemeinde, Mentor, Bildungsverantwortliche und Bund begleiten zukünftige Leiterinnen und Leiter gemeinsam auf diesem Weg.
Erkennt und bestätigt die Berufung, ermöglicht den praktischen Dienst und begleitet den gesamten Ordinationsweg.
Begleitet persönlich, reflektiert Erfahrungen und fördert die geistliche sowie persönliche Entwicklung.
Begleiten den Ausbildungsprozess, beraten Gemeinden und Teilnehmende und sorgen für die Umsetzung des Ausbildungsstandards.
Verantwortet den Ausbildungsstandard, koordiniert den Ordinationsweg und bestätigt den geistlichen Dienst durch die Ordination.
Geistlicher Dienst entsteht nicht allein durch Wissen. Er wächst dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Beziehungen leben und ihre Berufung im Alltag einer Gemeinde entwickeln können. Deshalb finden Praxis, Mentoring und persönliche Entwicklung bewusst im Leben der lokalen Gemeinde statt.
Kapitel 4
Berufung wächst in der lokalen Ortsgemeinde – begleitet wird sie von Menschen.
Ausbildung geschieht nicht durch Dokumente, sondern durch Menschen. Vom ersten Gespräch bis zur Ordination begleiten dich Menschen, die deine Berufung fördern, dich ermutigen und dir Orientierung geben.
Der Bund verantwortet den Ordinationsweg. Die persönliche Begleitung erfolgt jedoch bewusst über die Regionen und Verbände. So haben Gemeinden und Auszubildende eine feste Ansprechperson, die ihre Situation kennt und bei Fragen oder Entscheidungen unterstützend zur Seite steht.
Sie sind die erste Anlaufstelle für Gemeinden, Mentoren und Teilnehmende. Wähle deine Region oder deinen Verband für den direkten E-Mail-Kontakt.
Kapitel 5
Eine Berufung wächst Schritt für Schritt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem aus einer inneren Überzeugung ein konkreter nächster Schritt wird.
Dabei startet die Ausbildung nicht mit einem Stundenplan oder einer Anmeldung an einer Ausbildungsstätte, sondern mit einem gemeinsamen Gespräch und einer Ausbildungsvereinbarung.
Jeder Mensch bringt unterschiedliche Erfahrungen, Ausbildungen und Begabungen mit. Deshalb gibt es keinen Ausbildungsplan „von der Stange“. Gemeinsam mit deiner lokalen Ortsgemeinde und dem zuständigen Bildungsverantwortlichen wird dein bisheriger Weg betrachtet und ein persönlicher Ausbildungsplan erstellt.
Bereits absolvierte theologische Ausbildungen, praktische Erfahrungen oder bereits geleistetes Mentoring können – sofern sie den Ausbildungsstandards entsprechen – berücksichtigt und angerechnet werden.
Sie bildet die Grundlage deines persönlichen Ordinationsweges. Gemeinsam werden darin unter anderem festgehalten:
Die Ausbildungsvereinbarung ist keine Anmeldung zu einer Bibelschule. Sie ist der gemeinsame Start deines persönlichen Ordinationsweges und verbindet deine Gemeinde, deinen Mentor, den zuständigen Bildungsverantwortlichen und deine theologische Ausbildung zu einem abgestimmten Entwicklungsplan.
Die Ausbildungsvereinbarung ist kein Verwaltungsakt. Sie ist der bewusste Beginn eines gemeinsamen Weges.
Kapitel 6
Während der gesamten Ausbildungszeit entwickeln sich drei Ausbildungsbereiche parallel. Sie ergänzen sich gegenseitig und bilden gemeinsam die Grundlage für einen verantwortungsvollen geistlichen Dienst.
Die theologische Ausbildung vermittelt die biblischen, theologischen und praktischen Grundlagen für den geistlichen Dienst. Sie erfolgt an einer anerkannten Ausbildungsstätte oder über eine gleichwertige Ausbildung, die individuell geprüft werden kann.
Sie ergänzt die praktische Ausbildung und das persönliche Mentoring.
Praxis findet in der lokalen Gemeinde statt und orientiert sich an der persönlichen Berufung sowie den übertragenen Aufgaben. Zukünftige Leiterinnen und Leiter übernehmen schrittweise Verantwortung und entwickeln ihre Gaben im Gemeindedienst weiter.
Sie findet dort statt, wo geistlicher Dienst gelebt wird.
Ein persönlicher Mentor begleitet dich während des gesamten Ordinationsweges. Die dokumentierten Treffen bieten Raum für persönliche Gespräche, geistliches Wachstum und die Reflexion der Erfahrungen aus dem Gemeindedienst.
Es bedeutet Vertrauen, Begleitung und gemeinsame Entwicklung.
Die theologische Ausbildung, die praktische Ausbildung in der Gemeinde und das persönliche Mentoring bilden gemeinsam das Fundament des Ordinationsweges. Sind alle Ausbildungsbestandteile erfolgreich abgeschlossen, erfolgt die Freigabe zur Ordinationsarbeit.
Der Weg ist grundsätzlich so aufgebaut, dass die drei Bereiche innerhalb von rund drei Jahren abgeschlossen werden können. Er darf bewusst länger dauern. Entscheidend ist nachhaltiges Wachstum – nicht Geschwindigkeit.
Kapitel 7
Fundiertes theologisches Wissen bildet eine wichtige Grundlage für den geistlichen Dienst. Es hilft dabei, den Glauben verantwortungsvoll zu lehren, Menschen zu begleiten und Gemeinden kompetent zu leiten.
Aktuell erfüllen folgende Ausbildungsstätten die Ausbildungsstandards des Bundes Pfingstlicher Freikirchen Österreich.
Solche Vorbildungen müssen nicht automatisch wiederholt werden. Gemeinsam mit dem zuständigen Bildungsverantwortlichen wird geprüft, welche Ausbildungsinhalte bereits den Ausbildungsstandards des BPF entsprechen und ganz oder teilweise angerechnet werden können.
Die Ausbildung vermittelt nicht nur theologisches Wissen, sondern bereitet ganzheitlich auf den geistlichen Dienst vor. Die Ausbildungsinhalte gliedern sich in fünf Themenbereiche.
25 Ausbildungsseminare vermitteln Kompetenzen in den fünf Themenbereichen. Die Reihenfolge und Organisation können je nach Ausbildungsstätte variieren.
Die Ordination ist kein Endpunkt. Menschen im geistlichen Dienst bleiben Lernende – im Glauben, im Dienst und in ihrer persönlichen Entwicklung.
Kapitel 8
Die Ordinationsarbeit bildet den abschließenden fachlichen Bestandteil des Ordinationsweges.
Sie bietet die Möglichkeit, sich vertieft mit einem theologischen oder praxisrelevanten Thema auseinanderzusetzen und die während des Ordinationsweges erworbenen Kompetenzen eigenständig anzuwenden.
Sie wird erst dann begonnen, wenn die theologische Ausbildung, die praktische Ausbildung, das persönliche Mentoring und alle weiteren vereinbarten Ausbildungsbestandteile abgeschlossen sind.
Die Ordinationsarbeit ist keine rein akademische Übung. Sie soll zeigen, dass die Teilnehmenden ein theologisches oder praxisrelevantes Thema fundiert und eigenständig bearbeiten und die Erkenntnisse auf ihren zukünftigen Dienst anwenden können.
Kapitel 9
Die Ordination ist der feierliche Abschluss des Ordinationsweges. Mit ihr bestätigt der BPF offiziell den geistlichen Dienst einer Person.
Sie macht sichtbar, was über einen längeren Zeitraum gewachsen ist – eine bestätigte Berufung, geistliche Reife, persönliche Entwicklung und die erfolgreiche Vorbereitung auf den geistlichen Dienst.
Die Ordination ist nicht das Ende des Lernens. Sie markiert den Beginn eines neuen Dienstabschnittes. Sie bestätigt nicht Perfektion, sondern einen verantwortungsvoll gegangenen Weg.
Die Ordination berechtigt entsprechend den Regelungen des Bundes zur Durchführung geistlicher Amtshandlungen. Mit ihr wird die ordinierte Person Amtsträgerin beziehungsweise Amtsträger des BPF und damit der Freikirchen in Österreich.
Mit der Ordination erhält die Person die Berufsbezeichnung Pastoralassistentin beziehungsweise Pastoralassistent. Entwickelt sich die Berufung eindeutig in Richtung eines Leitungsdienstes in einer Gemeinde, kann die Gemeinde zusätzlich die Berufsbezeichnung Pastorin beziehungsweise Pastor beantragen.
Die Ordination wird von der Gemeinde gemeinsam mit dem zuständigen Verband bei der Bundesleitung beantragt. Sie findet in der Regel im Rahmen eines Gottesdienstes statt. Dabei legt die ordinierte Person das Ordinationsgelübde ab.
Kapitel 10
Vielleicht hat Gott schon länger etwas in dein Herz gelegt. Vielleicht übernimmst du bereits Verantwortung in deiner Gemeinde. Oder du möchtest herausfinden, wie dein nächster Schritt aussehen kann.
Wo auch immer du gerade stehst – du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Der erste Schritt ist ein persönliches Gespräch. Gemeinsam mit deiner Ortsgemeinde und dem zuständigen Bildungsverantwortlichen kannst du deine Berufung reflektieren und offene Fragen klären.
Kapitel 11
Nicht jeder Ordinationsweg beginnt sofort. Manchmal beginnt er mit einem Gespräch. Wir nehmen uns gerne Zeit, deine Fragen zu beantworten.
Frage stellenDer Ordinationsweg richtet sich an Frauen und Männer, die eine Berufung in den geistlichen Dienst wahrnehmen und von ihrer lokalen Ortsgemeinde auf diesem Weg begleitet werden.
Ja. Der Ordinationsweg findet bewusst gemeinsam mit der lokalen Ortsgemeinde statt. Sie ist der wichtigste Ausbildungsort und begleitet den gesamten Ausbildungsprozess.
Ja. Der Ordinationsweg ist grundsätzlich berufsbegleitend möglich und verbindet theologische Ausbildung, praktische Mitarbeit in der lokalen Ortsgemeinde sowie persönliches Mentoring.
Der Ordinationsweg ist grundsätzlich so aufgebaut, dass die Ausbildungsbestandteile innerhalb von etwa drei Jahren abgeschlossen werden können. Viele Teilnehmende entscheiden sich jedoch, einzelne Bereiche mit mehr Zeit zu vertiefen. Entscheidend ist der erfolgreiche Abschluss aller drei Ausbildungsbestandteile.
Ja. Bereits absolvierte theologische Ausbildungen können individuell geprüft und – sofern sie den Ausbildungsstandards entsprechen – ganz oder teilweise angerechnet werden.
Du wirst von deiner lokalen Ortsgemeinde, einem persönlichen Mentor sowie dem zuständigen Bildungsverantwortlichen begleitet.
Die Ordinationsarbeit beginnt erst, wenn alle Ausbildungsbestandteile erfolgreich abgeschlossen wurden und die Freigabe erfolgt ist.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ordinationsarbeit kann die Gemeinde gemeinsam mit dem zuständigen Verband die Ordination bei der Bundesleitung beantragen.
Kapitel 12
Hier findest du alle wichtigen Unterlagen rund um den Ordinationsweg.
Wir freuen uns darauf, dich auf deinem Ordinationsweg begleiten zu dürfen.
Bei uns ist immer was los! Schau dich gerne kurz um.